Blaue Moschee (Istanbul)

Istanbul hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten und die im 17. Jahrhundert erbaute Sultan-Ahmed-Moschee, die als einer der Höhepunkte der osmanischen Architektur gilt, gehört zweifelsohne dazu. Schon von weitem zieht diese Moschee alle Blicke auf sich und das in drei Stufen ansteigende Kuppelmeer, flankiert von sechs Ehrfurcht gebietenden Minaretten, lässt beinahe die angrenzendeHagia Sophia verblassen. Zugleich handelt es sich bei der Moschee derzeit um das einzige islamische Gotteshaus, das offiziell jemals von einem römisch-katholischen Kirchenoberhaupt betreten wurde. Die Rede ist von Papst Benedikt XVI., der die Moschee im Jahr 2006 besuchte.

Das Innere der Blauen Moschee

Die Sultan-Ahmed-Moschee wird oft auch als die Blaue Moschee bezeichnet. Wer nun allerdings erwartet, eine von außen strahlend blaue Moschee anzutreffen, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Blau sind die über 20.000 im Innenbereich der Moschee verwendeten Fliesen, die alles in ein mystisches Licht tauchen. Nicht nur die Fliesen zaubern ein unwirkliches Ambiente, sondern auch unzählige gläserne Öllampen, die von der Decke der Kuppel herabhängen. Und dann sind da noch die gut 260 kleinen Buntglasfenster, durch die das Sonnenlicht fällt. Schweift der Blick aus einem der Fenster, fällt er vielleicht auf das angrenzende Marmarameer oder in den bezaubernden Garten der Moschee. Und dann nehmen einen die Dimensionen im Inneren der Moschee wieder gefangen, denn die sind wahrlich gigantisch. Der Durchmesser der in 43 m Höhe thronenden Hauptkuppel beträgt gut 24 m, gestützt wird sie von mehreren Pfeilern mit einem Durchmesser von 5 m. Flankiert wird die imposante Hauptkuppel von vier kleineren Nebenkuppeln.

 

Das Äußere der Blauen Moschee

Die Moschee ist allerdings auch von außen beeindruckend. Als eine der wenigen Moscheen verfügt sie über sechs Minarette, die leuchtturmgleich emporragen und die so charakteristisch für diesen Bauwerk sind, dass man diese Sultansmoschee sogar ohne Reiseführer zweifelsfrei identifizieren kann.

Der federführende Sultan Ahmed Camii I. scheute damals weder Kosten noch Mühen, um die Moschee getreu seinen Vorstellungen errichten zu lassen.

Es gibt einen Hof aus Marmor, der die Moschee umrundet, einen prächtigen Garten und eineKoranschule. Auch eine Grabstätte, die letzte Ruhestätte des Sultans und seiner Familie, befindet sich auf dem Gelände.

Die Moschee ist übrigens nicht nur eine gewöhnliche Sehenswürdigkeit, die hauptsächlich von Touristen frequentiert wird. Tatsächlich ist die Blaue Moschee zugleich die Hauptmoschee der Stadt. Bei aller Urlaubsstimmung sollte das beim Besuch der Moschee nicht vergessen werden und auf die Gefühle der Gläubigen Rücksicht genommen werden.

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