Ruinen von Xanthos mit dem Heiligtum Latona

Empfehlenswert für alle, die sich in der Nähe von Fethiyeaufhalten, ist ein Besuch der Ruinen von Xanthos. Die UNESCO ernannte die Ruinenstadt Xanthos und den angrenzenden Tempelbezirk Letoon mit dem Heiligtum der Latona, 1988 zum Weltkulturerbe. Nun ist die Türkei ohnehin ein sehr geschichtsträchtiges Pflaster, die Ruinen von Xanthos setzen dem aber noch einmal eine Krone auf.

Xanthos - bedeutende Stadt, umkämpfte Stadt

Schon die Fakten, die von der wechselvollen Geschichte des Ortes erzählen, sind für Geschichtsinteressierte äußerst spannend. Die einst bedeutendste Stadt des antiken Lykiens war Schauplatz zahlreicher Belagerungen, so im Jahr 546 v.Chr. durch die Perser. Auch Brutus, der Mörder Caesars, suchte Xanthos im Jahr 42 v. Chr. heim. Hatten die Ruinen von Xanthos mit dem großen Feuer im 5. Jahrhundert v. Chr. bereits ein Inferno erlebt, so glich der Aufenthalt von Brutusund seinen Mann einem zweiten, dass nur rund 150 Xanthier überlebten. Es grenzt an ein Wunder, dass in der Ruinenstadt überhaupt noch etwas für die Nachwelt erhalten blieb.

Tempelbezirk Letoon

Die beeindruckenden Grabmäler, teils in Gestalt von Pfeilern oder Häusern, ziehen Architekturliebhaber in ihren Bann.

Und wer sich für die spannende Welt der Mythologie interessiert, kommt im Tempelbezirk Letoon auf seine Kosten.

Dort soll der Legende zufolge Leto, eine der Geliebten des Zeus, mit ihren Kindern Artemis und Apollon Zuflucht vor Hera – Zeus zürnender und sehr eifersüchtigen Gattin – gesucht haben.

Die Region um Letoon zeigt sich heute wie damals relativ sumpfig. Und glaubt man der Legende, dann handelt es sich bei den in Letoon lebenden Fröschen um verzauberte Bauern, die sich einst weigerten, Leto auf ihrer Flucht zu helfen.

In der Ruinenstadt Xanthos mit Kindern

Auf welche der Facetten man bei einem Besuch in Xanthos oder Letoon auch seine Aufmerksamkeit richten möchte – es gibt allerhand Spannendes zu entdecken. Abschließend noch ein Hinweis, der sich ans leibliche Wohl richtet und besonders denen gilt, die mit Kindern unterwegs sind. Zwar bietet die faszinierende Ruinenstadt Nahrung im Überfluss für den Geist, für handfeste Verpflegung sorgt der Besucher indes besser selbst. Vor Ort gibt es lediglich einen Kiosk mit einem überschaubaren Angebot und es wäre schade, wenn ein Besuch dieser Ruinenstadt von einem knurrenden Magen getrübt werden würde.

Login